South Sudan

Geflüchtete mit Behinderung sind weltweit einem besonderen Risiko der Ausgrenzung ausgesetzt. Dies ist auch in Deutschland der Fall. Das Projekt Crossroads gibt Impulse für Veränderungen der Strukturen von Aufnahme und Integration von Geflüchteten mit Behinderung, um ihre Teilhabe zu verbessern.

Background

Geflüchtete mit Behinderungen machen schätzungsweise 10-15 % aller Geflüchteten aus. Die doppelt marginalisierte Gruppe ist mit zahlreichen Barrieren konfrontiert. Ihre gesellschaftliche Teilhabe ist stark eingeschränkt, da

  • behinderungsspezifische Bedarfe in staatlichen Aufnahme- und Integrationsprozessen nicht systematisch berücksichtigt werden;
  • Unterstützungssysteme für Menschen mit Behinderung und für Flüchtlinge bisher keine systematische Schnittstellenkompetenz ausgebildet haben;
  • Geflüchtete mit Behinderung ohne haupt- und ehrenamtliche Unterstützer kaum Zugang zu den Dienstleistungen der Behindertenhilfe finden;
  • es bislang, außer in einigen lokalen Initiativen, kaum Strukturen der Selbsthilfe und Selbstvertretung gibt;
  • Geflüchtete in deutschen Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit Behinderung bisher kaum aktiv sind.

Mit anderen Worten: Die Flüchtlingsintegration ist nicht „inklusiv\", die Inklusionsstrukturen sind nicht „integrativ.\"

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Our project activities in Somalia & Somaliland

Tool Development/ Adaptation

Regensburg | März bis Oktober 2020

Um die Teilhabe der Zielgruppe zu erhöhen, braucht es verbesserte Strukturen an der Schnittstelle Flucht, Migration und Behinderung. Hier setzt das Modellprojekt „Crossroads | Flucht. Migration. Behinderung\" von Handicap International (HI) an. Crossroads basiert auf einer zuvor erstellten Bedarfsanalyse. Es ist in die drei Arbeitsbereiche Advocacy, Capacity Building und Empowerment gegliedert.

Technical Support Mechanism

Sachsen-Anhalt | Juni bis August 2020

Wir entwickeln ein Weiterbildungsmodul zum Thema Flucht und Behinderung, das bei Weiterbildungen von Berater*innen bei Jobbrücke plus eingesetzt wird, einem Netzwerk zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Fluchthintergrund für Sachsen-Anhalt. Das Modul können perspektivisch alle IvAF-Netzwerke bundesweit verwenden. Die IvAF-Netzwerke unterstützen geflüchtete Menschen beim Einstieg in das Arbeits- und Berufsleben.

Local Surge Capacity Mechanism

Köln | Juli bis Januar 2021

Ehrenamtliches Engagement auch für Geflüchtete mit Behinderung zu ermöglichen, das ist das Thema der Beratung und Prozessbegleitung in Köln.

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Sabrina Ebert

Inclusive Humanitarian Action Technical Officer

E-​Mail: s.ebert@hi.org