Das Foto zeigt drei Mitarbeiterinnen des Projekts

Result 2 – Kapazitätsaufbau

Hintergrund

Für ein vertieftes Bewusstsein und den Aufbau fachlicher Kapazitäten deutscher humanitärer Organisationen und ihrer lokalen Partner, bot unser Projekt neben fachlicher Unterstützung auch Trainings an.

In einer Bedarfsanalyse (2018) wurde u.a. festgestellt, dass es einen Bedarf an Einführungskursen sowie vertiefenden Seminaren zum Thema Behinderung und Inklusion im humanitären Projektmanagement, beim Monitoring und bei Evaluierungen, einschließlich der Datensammlung und Anwendung der Washington Group Set of Questions, sowie in der Katastrophenvorsorge und beim Aufbau von Partnerschaften mit Selbstvertretungsorganisationen gibt.   

Von analogen zu digitalen Trainings

Projektkoordinator steht mit einer Teilnehmerin vor einer Pinnwand.

Projektkoordinator Haakon Spriewald mit einer Teilnehmerin des "Disability-inclusive Project Cycle Management" Trainings 2019 in Berlin

Im Herbst 2019 starteten dann die ersten Face-to-Face Trainings zum Thema “Disability-inclusive Disaster Risk Reduction, gehostet von unserer Partnerorganisation Christian Blind Christoffel Blindenmission e.V. (CBM), und unser Training zu “Disability-inclusive Project Cycle Management”.

Mit dem Beginn der weltweiten Covid-19 Pandemie verlagerten wir unser Lehrformat auf Onlineangebote. In unserem Webinar Inclusion of Persons with Disabilities in the Humanitarian COVID-19 Response diskutierten wir mit globalem und lokalen Fachexpert*innen die neuen Herausforderungen, denen Menschen mit Behinderungen in humanitären Kontexten während der Pandemie gegenüberstehen.

Regionales Training Ostafrika

“The group interaction was very good. It kept the learning experience great. Differen[t] experience from different countr[ies] offered the best learning lessons”

Teilnehmer*in des virtuellen Ostafrika Trainings 2020 

Die spezifischen Bedarfe der Projektbegünstigten und lokalen Partnerorganisationen können sich durch verschiedene Ausgangslagen, Umwelteinflüsse und regionale Begebenheiten sehr stark unterscheiden.

Vor diesem Hintergrund konzipierten wir zwei regionale Trainings, die sich auf den ostafrikanischen und zentral- und südostasiatischen Raum konzentrierten. Sie erreichten insgesamt 29 der dort ansässigen Organisationen. Um die Inhalte zur Inklusion und die praktische Anwendung im Arbeitsalltag zu vermitteln, verwendeten wir eine Kombination aus Präsentationen, interaktiven und zugänglichen Gruppen- und Szenarienarbeiten. 

Regionales Training Zentral- und Südostasien

“Firstly, it was a great opening of relevant information on disability inclusion for me and I really enjoyed my learned from this training.”  

Teilnehmer*in des Zentral- und Südostasien Trainings 2021 

Unsere Trainings stärken das Verständnis für eine inklusivere humanitäre Hilfe anhand der IASC Leitlinien. Sie unterstützen die Teilnehmer*innen mit Empfehlungen, um Anknüpfungspunkte in ihren eigenen Programmen und Projekten zu identifizieren und zu nutzen.

Ein zentraler Bestandteil sind außerdem die sogenannten "Must-Do Actions" der IASC Leitlinien:

  1. Förderung einer bedeutsamen Teilhabe,
  2. Beseitigung von Barrieren,
  3. Empowerment von Menschen mit Behinderungen, sowie Kapazitätsaufbau für humanitäre Akteure und Menschen mit Behinderungen,
  4. Disaggregieren der Daten zum Monitoring von Inklusion.

Sektorspezifische Trainings

Ein weiteres Ziel unseres Projekts ist Behinderung als Querschnittsthema ("Mainstreaming") in verschiedenen humanitären Sektoren zu vermitteln, beispielsweise durch unser “Disability-inclusive Primary Health Care” Online-Training.

Viele der Teilnehmer*innen brachten bereits erste Vorkenntnisse zum Thema Inklusion mit und hatten durchschnittlich 6-10 Jahren Arbeitserfahrung in der humanitären Hilfe und in der Entwicklungszusammenarbeit. Neben den Trainingsinhalten wurde daher der Erfahrungsaustausch und die Vorstellung von Praxisbeispielen besonders wertgeschätzt.

Insgesamt realisierte unser Projekt seit 2019 fünf sektorspezifische Trainings für 227 Teilnehmer*innen von 108 Organisationen weltweit. 

Beitrag in anderen Trainings

Unser Projektteam unterstützte unter anderem auch Trainings von anderen Organisationen, wie z.B. der German Toilet Organisation e.V. (GTO) und des Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO).

Diese kurzen Beiträge beinhalteten eine kurze Einführung in das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung zur Sensibilisierung der Teilnehmer*innen.

Das Foto zeigt den Bau von einer barrierefreien Latrine, die während des Workshops “Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe” vom Technischen Hilfswerk (THW) entstanden ist. 

Fachliche Unterstützung, Coaching und In-House Trainings

Um den Aufbau der Kapazitäten deutscher humanitärer Organisationen zu festigen, bot das Projekt neben der fachlichen Unterstützung, auch Coaching und In-house Trainings an. Diese Projektaktivität bot den Organisationen u.a. die Möglichkeit sich intern und auf die Organisationsbedarfe, - prioritäten und –strukturen angepasste Inhalte von unseren Mitarbeiter*innen vermitteln zu lassen.  

Für Anfragen melden Sie sich bitte unter der folgenden Adresse: LeaveNoOneBehind@deutschland.hi.org