Interessenvertretung

Das bundesweite Netzwerk Flucht, Migration und Behinderung

Interessenvertretung

An der Schnittstelle von Flucht, Migration und Behinderung arbeiten schwerpunktmäßig Beratungs- und Fachstellen. Um den Fachaustausch und die Vernetzung zwischen den Expert*innen überregional zu stärken, initiierte Handicap International im Jahr 2018 das bundesweite Netzwerk Flucht, Migration und Behinderung. Gemeinsam mit den Expert*innen tritt Handicap International mit dem Projekt Crossroads für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung und Flucht- beziehungsweise Migrationsgeschichte ein. Das Netzwerk trifft sich dreimal im Jahr und behandelt ein Schwerpunktthema.

Über das Netzwerk

Seit seinem Entstehen im Jahr 2018 koordiniert das Projekt Crossroads | Flucht. Migration. Behinderung. im Auftrag von Handicap International das bundesweite Netzwerk Flucht, Migration und Behinderung. Zu dessen Mitgliedern gehören circa 30 Organisationen, die schwerpunktmäßig an der Schnittstelle von Flucht, Migration und Behinderung tätig sind.

Ziele

Ziel des Netzwerkes Flucht, Migration und Behinderung ist die Stärkung der gleichberechtigten Teilhabe geflüchteter und eingewanderter Menschen mit Behinderung. Dies geschieht auf der Grundlage der Menschenrechte, die in der UN-Behindertenrechtskonvention kodifiziert sind.

Um sein Ziel zu erreichen, sensibilisiert das Netzwerk Politik und Verwaltung für Missstände, Unterstützungsdefizite und Gesetzeslücken, indem es den intensiven Fachaustausch zwischen den Akteur*innen in Politik und Verwaltung initiiert und fördert.

Unser letztes Netzwerktreffen

Das fünfte Netzwerktreffen fand coronabedingt online statt. In kleineren Fachgruppen griffen die Expert*innen eine Reihe von Themen auf und nutzten die Möglichkeit für den intensiven Austausch. In einem Referat präsentierte Claire Deery die Auswirkungen der verlängerten Aufenthaltsdauer Geflüchteter in Erstaufnahmeeinrichtungen.

Unser Selbstverständnis als bundesweites Netzwerk

Flucht, Migration und Behinderung

Geflüchtete Menschen mit Behinderung sind eine besonders schutzbedürftige Personengruppe, die vielfach von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen ist. Das bundesweite Netzwerk Flucht, Migration und Behinderung ist ein unabhängiger, freiwilliger und kooperativer Zusammenschluss von Akteur*innen, die schwerpunkthaft an der Schnittstelle Flucht, Migration und Behinderung tätig sind. Gemeinsam arbeiten wir im Einklang mit den in der UN-Behindertenrechtskonvention konkretisierten Menschenrechten darauf hin, dass eingewanderte Menschen mit Behinderung und ihre Angehörige, unabhängig von ihrem kulturellen, religiösen und ethnischen Hintergrund sowie ihrem Herkunftsland und Aufenthaltsstatus, gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben und ein menschenwürdiges Leben führen können.

Um dies zu erreichen, ermöglicht das bundesweite Netzwerk Flucht, Migration und Behinderung eine Plattform für den Fachaustausch, die gegenseitige Stärkung und die Interessenvertretung. Basierend auf der Praxiserfahrung der Teilnehmer*innenorganisationen machen wir auf Barrieren aufmerksam und sensibilisieren unter anderem für die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung und Flucht- beziehungsweise Migrationsgeschichte. Trägerübergreifend setzen wir uns zusammen gegenüber Verwaltung und Politik für den Abbau struktureller Defizite ein und erarbeiten fachliche Positionen, die wir der (Fach-)Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Seine Heterogenität und überregionale Zusammensetzung ermöglicht es dem Netzwerk, eine große Themenbreite abzubilden, auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren und dabei länderspezifische Besonderheiten in den Blick zu nehmen. Solidarisch und gemeinsam mit den Betroffenen sind wir ein Sprachrohr, das einen gleichberechtigten Zugang zum Hilfesystem, zu Inklusion und Teilhabe für alle in Deutschland lebenden Menschen mit Behinderung fordert. Koordiniert wird die Netzwerkarbeit durch das Projekt Crossroads | Flucht. Migration. Behinderung. von Handicap International e. V., das den Netzwerkaufbau im November 2018 initiierte.

Kontakt

Ihr Ansprechpartner

Bei Fragen zum Netzwerk kontaktieren Sie bitte:

Karsten Dietze
Referent Advocacy

E-Mail: k.dietze[at]hi.org
Tel.: +030 28043926

Mob.: +49 176 17610112